Erfolgreiches Trading durch Risikomanagement

Erfolgreiches-Trading-durch-RisikomanagementErfolgreiches Trading durch Risikomanagement!

Die meisten Trader, mit den ich mich persönlich unterhalte oder coache fragen mich:

„Wie kann ich an der Börse viel Geld verdienen?“

Sie stellen mir alle diese Frage, ohne sich die wichtigere Frage gestellt zu haben: „Wie manage ich mein Risiko, sodass es keinen Schaden auf meinem Konto anrichtet?

Wenn wir an der Börse traden, ist das Risiko unser bester Freund, es kann aber auch zu unserem Feind werden, wenn wir es nicht im Griff haben, oder aber auch zu ängstlich sind, um es überhaupt einzugehen. Aber eins ist klar, und da gibt es keine zwei Meinungen, ohne Risiko, gibt es kein Trading. Also ist Risikomanagement das A und O für unsere Karriere an der Börse.

Es gibt viele Regeln, um das Risiko zu begrenzen:

Die wichtigste aller Regeln ist für mich ein Tages-Loss-Limit zu haben und dieses sollte so hoch sein, dass man es an einem guten Trading-Tag wieder verdienen kann, mein Tages-Loss liegt bei 2% von meinem Tradingkonto und ich fühle mich wohl damit. Es ist wichtig, dass ihr euch mit eurem Tages-Loss-Limit wohlfühlt, denn wenn ihr euch unwohl fühlt, weil euer Tages-Loss-Limit zu hoch ist, dann werdet ihr Angst davor haben, es zu erreichen. Und was passiert am Ende des Tages oder sogar schon in der Vormittagssitzung? Ihr werdet euer Tages-Loss-Limit erreichen. Wenn wir Angst vor irgendetwas haben und uns den Kopf darüber zerbrechen, wird es wahrscheinlich eintreten. Dieses Gesetzt funktioniert an der Börse besonders zuverlässig.
Wenn euer Tages-Loss-Limit zu niedrig ist, werdet ihr das Traden nicht ernst nehmen und leichtsinnige Trades machen, deswegen ist es sehr wichtig für jeden Trader, um sein Risiko unter Kontrolle zu haben, sein Tages-Loss-Limit so anzupassen, dass man sich wohlfühlt, nicht zu viel und nicht zu wenig. Ich habe es mal vor 2 Jahren geschafft, an 10 aufeinanderfolgenden Tagen, mein Tages-Loss-Limit zu erreichen, und es lag damals bei 2000Euro, aber ich konnte weiterhandeln und mich wieder fangen. Damit euch nicht dasselbe passiert, empfehle ich euch nach zwei Tagen, an denen ihr das Tages-Loss-Limit erreicht, eine Trading-Pause von mindestens einem Tag zu machen. Den Markt solltet ihr aber auch in den Pausen weiter beobachten und euch Gedanken dazu machen. Es ist bei jedem anders, ob man die Pause schon nach einem Tag oder nach drei Tagen macht, es kann alles richtig sein, es ist nur wichtig, dass man diese Regeln hat, damit man das Konto nicht in kurzer Zeit extrem verringert, und dann vielleicht nicht die mentale Stärke besitzt, um es zu verkraften und ganz das Traden sein lässt und sich sagt: Traden kann man nicht lernen, es ist nichts für mich, oder man findet 1000 andere Ausreden, bevor man anfängt an sich selber zu arbeiten, um sich zu verändern. Wir Menschen sind wirklich gute Meister darin, Ausreden zu finden, uns nicht nur vor anderen zu verteidigen, sondern auch vor uns selber. Manchmal wissen wir ganz genau, dass wir falsch gehandelt haben, geben es aber gegenüber uns selbst nicht zu. Stattdessen verwenden wir Unmengen an mentaler Energie, um Ausreden für unser Verhalten zu finden, und uns vor anderen oder vor uns selbst nicht rechtfertigen zu müssen. Es ist wichtig zu lernen, die mentale Energie für unser Trading zu verwenden und nie wieder eine Ausrede für irgendetwas zu suchen, sondern die Verantwortung für alles was wir tun, oder uns geschieht zu übernehmen, dann haben wir eine Chance, ein erfolgreicher Trader zu werden.
Eine andere Regel, die wir brauchen, ist:

Wie viel riskiere ich pro Trade?

Auch hier lässt sich nicht pauschal eine Antwort darauf geben, es hängt alles von eurem Trading-System ab und von eurer Bereitschaft einen bestimmten Prozentsatz eures Kontos zu verlieren. Auch hier ist es wichtig die goldene Mitte zu finden und nicht zu viel oder zu wenig Risiko einzugehen, allerdings würde ich für das Daytrading Risiko unter 1% vom Konto pro eingegangenen Trade empfehlen. Einfach wieder wohlfühlen, aber nach so viel Wohlfühlen solltet ihr nicht mit der falschen Vorstellung ans Trading rangehen. „Trading ist kein Wellness“ sagt sehr gerne mein Mentor und ich muss ihm zu 100% Recht geben, denn wenn wir immer nur die bequemsten Trades machen(Wellness), beenden wir sie meistens mit Verlust. Die unbequemen Trades allerdings, wo wir auch vielleicht leichte oder auch starke Angst verspüren, diese beenden wir meistens mit Gewinn. Die besten Trades sind die unbequemen Trades, wo man Mut bewiesen hat und auch blitzschnell gehandelt hat.
Und die Letzte Regel, die ich heute angehen will, ist:

Was wir machen, nachdem wir unser Risiko festgelegt haben, uns Gedanken darüber gemacht haben und den Trade eingegangen sind?

Wir sind jetzt im Trade drin, haben uns alles ganz genau überlegt unser Risiko bestimmt, unser Stopp im Markt positioniert und unser Ziel bestimmt. Die richtige Einstellung ist jetzt, sich einfach zurückzulehnen und den Trade ruhig zu beobachten. Wir nehmen an, dass das eingegangene Risiko weg sein kann, und wenn wir das akzeptiert haben, gibt es kein Grund mehr, uns Sorgen oder Gedanken über unser Risiko zu machen, denn wenn wir dies tun, fangen wir an einen Fehler nach dem anderen zu machen. Ich gebe euch ein Beispiel mit meinem Trade im mini S&P500 vom 13.09.2012. Ein paar Minuten nach den Nachrichten um 18:30Uhr habe ich auf einen Rücksetzer gesetzt und eine Limit-Order zum Kauf bei 1441 und eine Stopp-Market-Order zum Verkauf beim Preis von 1436 mein Ziel war 20 Pkt. da ich gemerkt habe, dass die Nachrichten gut angenommen wurden. Auch wenn der Trade so einfach aussieht, dass man nichts falsch machen kann, ist der Markt erst einmal 3Punkte gegen mich gelaufen und es waren nur noch 2 Punkte bis zum Stopp übrig. Wenn ich zu diesem Zeitpunkt nicht ruhig vor den Bildschirmen gesessen hätte und Angst um mein Risiko gehabt hätte, hätte ich auch den Trade in Panik geschlossen, nehmen wir mal an mit 2 Punkten Verlust. Das würde in meiner Performance einen Unterschied von 22Punkten machen oder 2200$, da ich mit 2 Kontrakten unterwegs war. Auch mittendrin im Trade gab es viele Möglichkeiten, den Gewinn zu früh mitzunehmen, vor allem wenn man in Betracht zieht, dass ich die Tage davor, Ziele um 3-5 Punkte hatte. Aber ich hatte meine Regeln und sie haben mir gar keine andere Wahl gelassen, außer den Trade zu managen und so abzuschließen, wie ich ihn abgeschlossen habe. Das meine ich mit „Traden ist einfach“. Wenn wir einmal unsere Regeln haben und sie auch einhalten und uns keine negativen Gedanken während des Trades machen, dann ist Traden einfach, fühlt sich nicht mehr wie Arbeit an und macht richtig Spaß.
Liebe Grüße und gute Trades
Euer Koko
P.S. Wenn ihr Schwierigkeiten mit dem Risikomanagement oder Moneymanagement haben solltet, würde ich euch sehr gerne auf einen meiner Trading Seminare begrüßen und mit euch eine intensive und lehrreiche Seminarwoche voller Theorie und Livetrading verbringen.

Autor: Koko Petkov

Koko Petkov ist ein leidenschaftlicher Daytrader und Tradingcoach. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht, andere Trader aus der Verlustfalle rauszuholen und in die Gewinnerzone zu bringen.