Trading am Wochenende?

Manch einer meint, dass er im Trading genau wie in seinem erlernten Beruf oder wie in den Berufen seiner Eltern nach Stunden bezahlt wird und versucht deswegen soviel wie möglich zu traden. Das habe ich auch am Anfang meiner Trader karierre gedacht. Damals war ich selbständig und hatte einen Riesenerfolg in meinem Autohandel, da ich jede freie Minute über 15 Stunden am Tag sieben Tage die Woche gearbeitet habe. Also dachte ich mir, das, was im Autohandel funktioniert, funktioniert auch an der Börse, schließlich ist die Börse auch nur ein Handelsplatz, wo man versucht günstig zu kaufen und teuer zu verkaufen. Ich habe die ersten Tage als Daytrader um 5-6Uhr angefangen und habe erst um 22.30 Uhr aufgehört. Das ganze habe ich fast ein Monat durchgezogen und habe keinen einzigen Cent verloren. Ich war mal ein paar Tausend Euro im Plus oder in Minus aber nichts weltbewegendes. Vielleicht habe ich vergessen zu erwähnen, dass ich meinen ersten Trades mit 400.000 Euro fette Positionen abgewickelt habe ohne mit der Wimper zu zucken. Also an Mut und Selbstvertrauen war ich wirklich nur sehr schwer zu überbieten, aber leider auch an Unerfahrenheit. Mit dieser Unerfahrenheit und meinem Selbstvertrauen in der Tasche habe ich Positionen gedreht, an die sich sonst nur erfahrene Hedgefondsmanager getraut hätten. Und wie gesagt, es lief alles gut, bis diese eine Woche im Jahr 2008 kam, wo sich alles in Minutentakt für mich verändert hat und mein Herz immer schneller schlug. Was war aber in der Lage mein Selbstvertrauen so zu erschüttern? Die Antwort ist ganz einfach… „Geld“, ich war mit 200.000 Euro in der Hypo Real Estate short investiert und  war zu diesem Moment ca. 5000 Euro vorne mit der Position. Auf einmal bewegte sich der Kurs nicht mehr nach einer kurzen hecktischen Phase. Ich wusste nicht was passiert ist, alle anderen Aktien haben sich weiterbewegt nur meine nicht und ich wollte sie unbedingt irgendwie mit Gewinn loswerden, nur das ging nicht mehr, da die Aktie wegen einer Übernahme aus dem Handel genommen war. Ich war geschockt als die Aktie wieder in den Handel aufgenommen wurde. Zum ersten Mal habe ich dem Markt die Schuld gegeben, dass ein Verlust von 25.000Euro auf meinem Bildschirm stand. Ich dachte nur, du blöder Markt musstest du gerade jetzt diese eine Aktie aus dem Handel nehmen, und hätten es nicht Gerüchte über schlechte Zahlen sein können, die die Aktie in den Keller geschickt hätten, wie es später auch geschah. Ich wollte es nicht einsehen, dass ich die volle Verantwortung für diesen Trade trage, egal ob die Aktie aus dem Handel genommen wird oder nicht, egal ob sie mit Gewinn oder mit Verlust wieder reinkommt. Mein Fehler war, dass ich zu unerfahren zu aggressiv und nicht genug informiert in den Märkten unterwegs war. Und wenn ich mit diesem Trade nicht soviel Geld verloren hätte, dann wäre das selbe Ergebnis zu einem späteren Zeitpunkt eingetroffen. Warum eigentlich? Weil sich an meinem Zustand nichts verändert hat. Leider hat sich mein Zustand nach diesem Trade auch nicht verändert, denn ich habe von irgendwo gehört „Cool bleiben beim Traden ist alles“ also bin ich cool geblieben, hatte allerdings schon die meisten Emotionen an der Börse bei einem Verlust kennen gelernt, was nicht gerade angenehm für mich war. Ich war ein verwöhnter Knabe, was Erfolg angeht, der sehr unerfahren auf dem Gebiet Trading war. Das Wort Misserfolg kannte ich leider gar nicht, sonst wäre ich vielleicht etwas vorsichtiger gewesen.

Im ersten Moment des Verlustes

habe ich es gar nicht begriffen, dass ich soviel Geld verloren habe, und habe einfach weitergetradet, und dachte mir: Koko, du hast gerade 25.000 Euro in ein Paar Stunden verloren. Das war die schlechte Nachricht. Die Gute Nachricht war, wenn es möglich ist, soviel Geld in so kurzer Zeit an der Börse zu verlieren, dann muss es doch auch möglich sein soviel Geld an der  Börse in so kurzer Zeit zu verdienen. Dieser Gedanke hat mir geholfen dranzubleiben und den langen Weg eines Daytraders zu gehen, der mich nicht nur geschäftlich sondern auch persönlich sehr weit gebracht hat.

„Danke Trading für genau diese Momente, wo du mir gezeigt hast, wohin es geht.“ Koko Petkov, Daytrader & Tradingcoach

Um auf die Arbeitszeiten eines Traders zurückzukommen, will ich euch eins versichern, kein Daytrader wird nach Stunden bezahlt. Meistens ist es sogar umgekehrt, die Trader, die sehr viel vor den Bildschirmen sitzen verdienen deutlich weniger, als die Trader, die nur wenige Stunden am Tag traten und sich genug Zeit für sich selbst nehmen, für ihre Familie, für ihre Persönlichkeitsentwicklung usw. Wir Daytrader werden für unsere Erfahrungen, unser Risiko, unser Mut, unsere Geduld und unser Marktgefühl bezahlt.

Für diejenigen die gerade diesen langen und schweren Weg gehen und Hilfe brauchen, habe ich ein sehr intensives Trading Seminar voller hochwertigem Fachwissen für Anfänger und Fortgeschrittene entwickelt. Ich hoffe ich kann euch auf eurem Weg zum Profitrader weiterhelfen und schaffe es euch so zu motivieren, dass ihr gar keine andere Wahl habt, außer erfolgreicher Daytrader zu werden.

Liebe Grüße und euch allen viel Erfolg

Euer Koko Petkov Daytrader & Tradingcoach

Autor: Koko Petkov

Koko Petkov ist ein leidenschaftlicher Daytrader und Tradingcoach. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht, andere Trader aus der Verlustfalle rauszuholen und in die Gewinnerzone zu bringen.